OnceOnly

Datenschutzerklärung

OnceOnly ist eine App für Shopify-Shops. Sie erkennt, ob ein Rabattcode, der nur einmal pro Person gelten soll, von jemandem erneut eingelöst wird, der bereits gekauft hat – und lehnt ihn dann im Warenkorb ab.

Diese Erklärung beschreibt zwei verschiedene Dinge: was beim Besuch dieser Website passiert, und was die App im Shop eines Händlers verarbeitet. Die Rollen sind dabei nicht dieselben.

1. Wer wofür verantwortlich ist

Für diese Website sind wir selbst verantwortlich im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Die vollständigen Angaben zum Anbieter stehen im Impressum.

Für die Daten, die die App im Shop eines Händlers verarbeitet, ist der Händler verantwortlich. Er entscheidet, ob er OnceOnly einsetzt und welche Rabattcodes geschützt werden. Wir handeln dabei als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO und ausschließlich nach seiner Weisung. Wer Kunde eines solchen Shops ist und Auskunft verlangen möchte, wendet sich an den Shop – wir dürfen dessen Daten nicht eigenmächtig herausgeben.

2. Beim Besuch dieser Website

Diese Seite setzt keine Cookies und bindet nichts von fremden Servern ein – keine Schriftarten, keine Analysedienste, keine Werbenetzwerke. Es gibt kein Cookie-Banner, weil es nichts zuzustimmen gibt.

Unser Hosting-Anbieter (siehe Abschnitt 6) verarbeitet beim Abruf technisch notwendige Verbindungsdaten wie IP-Adresse, Zeitpunkt und aufgerufene Adresse. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO – unser berechtigtes Interesse am sicheren Betrieb.

3. Was die App verarbeitet

Aus den Daten von Shop-Besuchern und Bestellungen werden Prüfsummen gebildet, keine Klartextdaten gespeichert. E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Straße mit Postleitzahl und Name, IP-Adresse und Gerätemerkmale werden im Moment ihrer Ankunft durch einen nicht umkehrbaren Wert ersetzt (HMAC-SHA256 mit einem geheimen Schlüssel, der außerhalb der Datenbank liegt). Aus diesem Wert lässt sich die ursprüngliche Angabe nicht zurückrechnen.

Derselbe Mensch erzeugt in zwei verschiedenen Shops verschiedene Prüfsummen. Ein Abgleich über Shop-Grenzen hinweg ist damit technisch ausgeschlossen, nicht bloß untersagt.

Eine einzige Ausnahme: Trägt ein Händler einen Kunden in seine Ausnahmeliste ein – etwa einen Großabnehmer oder einen Mitarbeiter –, wird dessen Shopify-Kundennummer im Klartext gespeichert. Kein Name, keine Anschrift, keine E-Mail-Adresse. Der Zweck ist das Gegenteil von Wiedererkennung: Für diese Person wird künftig nichts mehr geprüft.

  • Zweck: Verhinderung der Mehrfachnutzung von Rabattcodes, die nur einmal pro Person gelten sollen.
  • Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO – berechtigtes Interesse an Betrugsprävention (Erwägungsgrund 47 nennt sie ausdrücklich). Für das Auslesen von Gerätemerkmalen zusätzlich die Einwilligung nach § 25 Abs. 1 TDDDG.
  • Keine Werbung, kein Profiling zu Werbezwecken, keine Weitergabe an Dritte, kein Verkauf.
  • Keine Zahlungsdaten, keine Kartendaten, keine gekauften Produkte.
  • Kein Training von KI-Modellen mit diesen Daten.

4. Cookies und Browser-Speicher

Vollständige Liste. Im Shop eines Händlers setzt die App Folgendes; in unserer Bedienoberfläche kommen zwei Einträge für die Spracheinstellung dazu, und auf dieser Website einer für die helle oder dunkle Ansicht:

NameArt, woZweckLaufzeit
_oo_vidCookie, im ShopZufällige Besucher-Nummer. Ohne sie ließe sich das Prüfergebnis nicht an ein Gerät binden und wäre beliebig weitergebbar1 Jahr
oo_vidLokaler Speicher, im ShopDieselbe Nummer, damit ein Cookie-Verlust sie nicht sofort entwertetbis zum Löschen
oo_offLokaler Speicher, im ShopMerker „nicht nachfragen“, wenn der Shop keinen bezahlten Tarif hat. Spart Anfragen1 Stunde
oo_forgetLokaler Speicher, im ShopMerker für einen Widerruf der Einwilligung, der noch beim Server bestätigt werden muss. Nur gesetzt, wenn du die Einwilligung zurückziehst – er sorgt dafür, dass deine Gerätemerkmale auch dann verworfen werden, wenn die Seite dabei neu lädt. Enthält nur den Wert „1“, keine Kennungbis der Widerruf bestätigt ist
oo_langCookie, BedienoberflächeZuletzt gesehene Sprache des angemeldeten Mitarbeiters1 Jahr
SprachwahlDatenbank, BedienoberflächeDie in den Einstellungen bewusst gewählte Sprache, je Mitarbeiter. Gespeichert wird die Nutzer-Nummer von Shopify, kein Namebis zur Deinstallation
oo_themeLokaler Speicher, diese WebsiteHelle oder dunkle Ansicht, wenn du den Umschalter oben benutzt hast. Ohne Klick gar nicht vorhandenbis zum Löschen
_oo_tokenWarenkorb-Attribut, im ShopDas Prüfergebnis selbst – die signierte Auskunft, ob dieser Warenkorb einen geschützten Code einlösen darf. Enthält keine Klartextdatenbis der Warenkorb bestellt wird oder verfällt
_oo_vidWarenkorb-Attribut, im ShopDieselbe Besucher-Nummer wie im Cookie. Sie bindet das Ticket an den Warenkorb, damit es nicht weitergegeben werden kannwie oben

5. Wie lange wir speichern

Ein täglicher Löschlauf setzt diese Fristen automatisch durch. Sie gelten einheitlich für alle Shops; einzelne Händler können sie nicht verlängern.

DatenFrist
Bestell-Datensätze24 Monate ab Bestelldatum
Identitäts-Prüfsummenmit der letzten zugehörigen Bestellung
Besucher-Signale180 Tage ohne Aktualisierung
Quittungen verarbeiteter Ereignisse30 Tage
Ausnahmelistebis der Händler den Eintrag entfernt
Alle Daten eines Shopssofort, sobald der Händler die App deinstalliert
Daten einer einzelnen Personbinnen 30 Tagen nach einer Löschanfrage über Shopify

6. An wen Daten weitergegeben werden

Nur an die Dienstleister, ohne die die App nicht laufen kann. Mit allen bestehen die erforderlichen Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung.

Die Daten liegen auf Servern in der Europäischen Union. Die Anbieter selbst sitzen teilweise außerhalb. Ein Zugriff aus einem Drittland ist damit nicht ausgeschlossen, und dafür braucht es eine Grundlage nach Kapitel V DSGVO. Welche das je Anbieter ist, steht unten.

  • Shopify (Shopify Inc., Kanada) – Betreiber der Shop-Plattform, von dort kommen die Bestelldaten. Für Kanada besteht ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission.
  • Vercel (Vercel Inc., USA) – Betrieb dieser Anwendung, Server in Frankfurt. Vercel ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert.
  • Supabase (Supabase Inc., USA) – Datenbank, Server in Frankfurt. Supabase ist nicht unter dem Data Privacy Framework zertifiziert; die Übermittlung stützt sich auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission.
  • Sentry (Functional Software Inc., USA) – Meldung technischer Fehler, damit Störungen auffallen, bevor ein Händler sie meldet. Wir nutzen die EU-Datenregion; personenbezogene Werte werden vor dem Versand entfernt, übertragen wird nur, was zur Fehlersuche nötig ist. Sentry ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert.
  • Resend (Resend Inc., USA) – Versand unserer Betriebs-E-Mails an den Händler, Versand über Irland. Kundendaten sind darin nicht enthalten. Resend ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert.
  • Resend – Versand von Betriebsmeldungen an Händler (etwa der Hinweis, dass der Schutz im Shop ausgefallen ist). Übermittelt wird dabei ausschließlich die E-Mail-Adresse aus den Shopify-Einstellungen des Händlers und der Text der Meldung; Kundendaten gehen nie an diesen Dienstleister. Die Adresse wird für den Versand bei Shopify abgerufen und danach nicht gespeichert. Händler können diese Meldungen in den App-Einstellungen abschalten.

7. Deine Rechte

Nach der DSGVO stehen dir Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21) zu. Außerdem kannst du dich bei einer Aufsichtsbehörde beschweren – zuständig ist für uns die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen, du kannst dich aber an jede Aufsichtsbehörde wenden.

Wenn du in einem Shop eingekauft hast, der OnceOnly einsetzt, wende dich zuerst an diesen Shop. Er ist der Verantwortliche und kann eine Löschung über Shopify anstoßen; wir führen sie dann binnen 30 Tagen aus.

Eine Einschränkung, die wir offen benennen: Da wir nur Prüfsummen speichern und keine Klartextdaten, können wir zu einer bloßen Anfrage per E-Mail nicht feststellen, welche Einträge zu dir gehören. Der Weg über den Shop ist deshalb nicht Bequemlichkeit, sondern die einzige Möglichkeit einer sicheren Zuordnung.

8. Die automatische Ablehnung

Erkennt OnceOnly, dass ein geschützter Rabattcode von jemandem genutzt wird, der bereits bestellt hat, wird der Code abgelehnt und eine Meldung angezeigt. Diese Entscheidung fällt automatisch.

Sie entfaltet keine rechtliche Wirkung und beeinträchtigt dich nicht in ähnlich erheblicher Weise im Sinne von Art. 22 DSGVO: Der Einkauf zum regulären Preis bleibt jederzeit möglich, es wird kein Konto gesperrt, keine Bestellung storniert und kein Zahlungsmittel abgelehnt. Abgelehnt wird ausschließlich der Rabatt.

Hältst du eine Ablehnung für falsch, wende dich an den Shop. Der Händler kann sie im Einzelfall aufheben.

9. Sicherheit

Alle Verbindungen sind mit TLS verschlüsselt. Die Datenbank und ihre Sicherungen sind auch im Ruhezustand verschlüsselt.

Der geheime Schlüssel, mit dem die Prüfsummen berechnet werden, liegt ausschließlich in der Laufzeitumgebung und niemals in der Datenbank. Das ist der Punkt, auf den es ankommt: Wer die Datenbank in die Hände bekäme, hätte damit noch keine Möglichkeit, aus einer Prüfsumme eine E-Mail-Adresse zu machen.

Der Zugang zur Produktionsumgebung ist auf den Anbieter beschränkt und mit Zwei-Faktor-Authentisierung geschützt.

10. Änderungen dieser Erklärung

Ändert sich, was die App verarbeitet, ändern wir diese Erklärung mit. Sie gilt in der jeweils hier veröffentlichten Fassung.

Kontakt

Fragen zum Datenschutz beantworten wir unter: hey@diallomedia.de